Werner Meyer

So verschwindet aus der konstruierenden und konstruktiven Sicht der Künstlerin alles
Anekdotische und Erzählerische – aus dem Moment wird die Ruhe des Zeitlosen…
Das Portrait des Dorfes ist konzentriert auf das Wesentliche. Die Konstellation der Häuser
ist gemäß der Wahrnehmung nun in die Fläche übertragen, eine wesentliche Leistung
konstruktiven Sehens, und die Gegenständlichkeit und Materialität der Häuser ist
übersetzt in die Sprache der Malerei, die Geometrie der Konturen umfasst die Sinnlichkeit
der Malerei. Die Bilder halten die Zeit an, sind frei von allem Erzählerischen und finden die
Ruhe einer meditativen Metaphysik.

Werner Meyer, Albhäuser in den Bildern von Hannelore Fehse.
In: Hannelore Fehse, ALB-HÄUSER im Haus auf der Alb. Bauhausarchitektur und die alte
Architektur der Schwäbischen Alb, 2011, S. 10 f.

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